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SUMMARY:Wider­spens­ti­ge Natur AUSVERKAUFT
DESCRIPTION:Bei der zwei­ten Run­de der unru­ly rea­dings wer­den per­for­ma­ti­ve Lesun­gen prä­sen­tiert, in denen der Blick auf das mensch­li­che Ver­hält­nis zur Natur poe­tisch ver­scho­ben, sinn­lich erfahr­bar und humor­voll hin­ter­fragt wird. In ihrem aktu­el­len Gedicht­band Lava. Ritua­le initi­iert die Lyri­ke­rin und Musi­ke­rin Rike Scheff­ler ein mit der Natur ver­bun­de­nes Spre­chen, das sie bei ihren Live-Auf­trit­ten in eine viel­stim­mi­ge Per­for­mance über­führt. Mit Stim­me, Loop­ma­schi­ne und Syn­the­si­zer erschafft sie aus den Gedich­ten eine immersi­ve Rea­li­tät, an der auch der Gar­ten des Oran­ge­rie Thea­ters mit sei­nen Pflan­zen, Stei­nen und Lebe­we­sen mit­wirkt. Die Köl­ner Lyri­ke­rin und Künst­le­rin Lisa James wid­met sich in ihrer Video­ar­beit Colum­ba­ri­um einem um 1700 in Nor­folk (UK) gebau­ten Tau­ben­schlag. Die­ser bie­tet den Tie­ren Schutz vor Fein­den und Wit­te­rung und ermög­licht den Men­schen wie­der­um die Kon­trol­le über die Popu­la­ti­on und den Erhalt des wei­ßen Feder­kleids. Für die unru­ly rea­dings ent­wi­ckelt sie dar­aus eine per­for­ma­ti­ve Lesung, die um das Zusam­men­le­ben ver­schie­de­ner Spe­zi­es kreist; um Kon­trol­le und Wider­stand. Die Künst­le­rin und Archi­tek­tin Jas­mi­ne Pars­ley befasst sich viel­sei­tig mit der Pra­xis des “urban fora­ging”, der Suche nach ess­ba­ren Pflan­zen in der Stadt. Sie wird im Gar­ten des Oran­ge­rie Thea­ters ein Pick­nick gestal­ten, in des­sen Rah­men Publi­kum und Künstler:innen zusam­men­kom­men. Abschlie­ßend wird Alex­an­der Wein­stock dort zu einer poe­ti­schen Inter­ven­ti­on einladen.\nAbend­kas­se: ab 16:30 / Ein­lass: ab 16:45\nKein Spät­ein­lass und Nach­ein­lass nach der ers­ten Performance\nÜber die Künstler:innen\nLisa James\nist Medi­en­künst­le­rin und Autorin in Köln, wo sie post­gra­du­al an der Kunst­hoch­schu­le für Medi­en stu­diert. Ihre inter­dis­zi­pli­nä­ren Arbei­ten mit einem Fokus auf Text, Instal­la­ti­on oder (Bewegt)Bild gehen häu­fig dem Ver­hält­nis von Mensch und Natur nach. Dabei arbei­tet sie the­men- und recher­che­ba­siert und greift auf Metho­den der künst­le­ri­schen For­schung zurück. Lyrik und Pro­sa von ihr erschie­nen unter ande­rem in den Lite­ra­tur­zeit­schrif­ten DAS GEDICHT, ’apo­stro­phe und WORD. Sie war Fina­lis­tin des 31. open mike – Wett­be­werb für jun­ge Lite­ra­tur am Haus für Poe­sie, Ber­lin. Für den Gedicht­zy­klus Die Leer­stel­le, das bist du wur­de sie 2022 mit dem 3. Platz sowie dem Publi­kums­preis des Köl­ner För­der­prei­ses für jun­ge Lite­ra­tur aus­ge­zeich­net. Ihr Pro­jekt Colum­ba­ri­um wur­de 2023 vom Auf­takt-Sti­pen­di­um der Kunst­stif­tung NRW gefördert.\nJas­mi­ne Parsley\nist Künst­le­rin und Archi­tek­tin in Ber­lin. Mit ihrem an der Archi­tek­tur geschul­ten Blick ana­ly­siert und hin­ter­fragt sie die impli­zi­ten Ideo­lo­gien und Hier­ar­chien, die öffent­li­chen Orten ein­ge­schrie­ben sind. Dabei ver­steht sie Archi­tek­tur auch als per­for­ma­ti­ve Pra­xis mit trans­for­ma­ti­vem Poten­zi­al: Kör­per, die zusam­men­kom­men, kom­mu­ni­zie­ren und ver­wei­len und dadurch neue Wege erschlie­ßen, all­täg­li­chen, bana­len Räu­men zu begeg­nen. Oft ver­wen­det sie Lebens­mit­tel, vor allem Wild­kräu­ter und ‘Unkraut’, und ver­legt die Küche in den öffent­li­chen Raum, um ess­ba­re Pflan­zen­ar­ten und spon­ta­ne Vege­ta­ti­on zu zei­gen und öko­lo­gi­sche Fra­gen zu ver­mit­teln. Sie arbei­tet mit Insti­tu­tio­nen wie dem Haus am Wald­see, LAS Art Foun­da­ti­on, Natur­kun­de­mu­se­um Ber­lin, Floa­ting Uni­ver­si­ty, und dem Deut­schen Archi­tek­tur Zen­trum zusammen.\nRike Scheff­ler\nist Lyri­ke­rin und Musi­ke­rin in Ber­lin. Sie arbei­tet in Berei­chen zwi­schen Spra­che und Musik. Ihr Werk umfasst Gedich­te und poe­ti­sche Essays, Lesun­gen, Kon­zer­te und Per­for­man­ces, sowie klang­li­che Öko­sys­te­me und Raum­in­stal­la­tio­nen. Scheff­ler stu­dier­te Psy­cho­lo­gie in Ber­lin und Lite­ra­ri­sches Schrei­ben in Leip­zig. Sie erhielt zahl­rei­che För­de­run­gen und Sti­pen­di­en und trat inter­na­tio­nal auf Fes­ti­vals auf. Ihr Gedicht­band der rest ist reso­nanz (2014) gewann den Orphil Debut Preis für poli­ti­sches und avant­gar­dis­ti­sches Schrei­ben. 2023 erschien mit Lava. Ritua­le. Gedich­te ihr zwei­ter Gedicht­band, der über Sze­na­ri­en mög­li­cher Zukünf­tig­kei­ten poe­ti­sche Per­spek­ti­ven auf den gegen­wär­ti­gen Kli­ma­wan­del ent­fal­tet. Ihre Gedich­te wur­den ins Eng­li­sche, Spa­ni­sche, Slo­we­ni­sche und Tsche­chi­sche übersetzt.\nAlex­an­der Weinstock\nist Dra­ma­turg und Autor in Köln, wo er Thea­ter macht, schreibt und mode­riert. Er arbei­tet als Dra­ma­turg und Teil des künst­le­ri­schen Pro­gramm­teams am Thea­ter an der Ruhr; als Dra­ma­turg und Autor für die Grup­pe RUHR­OR­TER; und für die Lese­rei­he Tat­ort Mit­tel­meer von SOS Huma­ni­ty. An den Stu­di­os für kul­tu­rel­le Bil­dung Brühl ent­wi­ckelt er inklu­si­ve Thea­ter­pro­jek­te mit gehör­lo­sen und hören­den Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen. Sze­ni­sche und lyri­sche Tex­te sind in ver­schie­de­nen Antho­lo­gien und Zeit­schrif­ten ver­öf­fent­licht wor­den. Sein ers­ter Gedicht­band Die Gefähr­dung der Jugend ist 2023 in der edi­ti­on neje tie­den erschienen.\nFoto: Rike Scheff­ler | © Gunnlöð Jóna\nLisa James | ©Frank Buttenbender\nJas­mi­ne Pars­ley | ©Robert Schulte\nRike Scheff­ler | ©Gunnlöð Jóna\nAlex­an­der Wein­stock |©Maxi­mi­li­an Burk\n
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