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SUMMARY:ZEIT FÜR ENTSCHEIDUNG
DESCRIPTION:Ein Mono­log der Ver­zweif­lung über Europa\n\nFebru­ar 2022. Ein Schau­spie­ler plant ein Stück über die euro­päi­sche Idee. Wie leben wir in Euro­pa? Was ver­bin­det, was trennt uns? Dann: Putin über­fällt die Ukrai­ne. Und plötz­lich scheint alles banal, unwich­tig, unwirk­lich. Es ent­steht ein Mono­log über unse­re Hilf­lo­sig­keit, die Unfä­hig­keit, Zusam­men­hän­ge her­zu­stel­len, die Ver­zweif­lung über die Macht­lo­sig­keit gegen­über einem ruch­lo­sen Dik­ta­tor, die Angst vor einem Krieg auf dem euro­päi­schen Kon­ti­nent und die Scham dar­über, dass uns Krie­ge, die seit Jah­ren wei­ter weg statt­fin­den, kaum oder nur tem­po­rär berühren.\nGareth Charles spielt einen Schau­spie­ler. Die­ser erzählt von sei­nem euro­päi­schen Traum, sei­ner Idee eines fried­li­chen und mora­li­schen Euro­pas. Er teilt sei­ne Recher­chen mit den Zuschau­en­den, lamen­tiert, dis­ku­tiert, berührt und macht in sei­ner Nai­vi­tät fas­sungs­los. Ist das Thea­ter eigent­lich noch ein poli­ti­scher Ort? Ist Pazi­fis­mus jetzt end­gül­tig out? Wenn ein Schau­spie­ler in der Ukrai­ne zum heroi­schen Prä­si­den­ten wer­den kann, was macht das eigent­lich mit einem jun­gen Schau­spie­ler in Deutsch­land? Und wer von uns wür­de sich frei­wil­lig mel­den, um Deutsch­land an der Waf­fe zu ver­tei­di­gen? Am Ende steht Stil­le. Schwei­gen für die Men­schen die gera­de oder vor kur­zem oder immer noch um ihr Leben kämp­fen. Schwei­gen, weil das Thea­ter in dem Moment, in dem alle War­nun­gen zu spät kom­men, in dem die Moral ver­ges­sen scheint, nicht mehr rele­vant ist. Oder ist es das gera­de dann?\nMit: Gareth Charles – Regie: Debo­rah Krö­nung – Dra­ma­tur­gie: Manu­elMoser – Out­side-eye: Mal­te Kohl­mei­er – Aus­stat­tung: Ensem­ble – Assis­tenz: Lea König\n \nGeför­dert durch: Kul­tur­amt der Stadt Köln\n \nPro­duk­ti­on: c.t.201 Frei­es Thea­ter Köln, in Koope­ra­ti­on mit Oran­ge­rie Thea­ter Köln\n\n
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