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DESCRIPTION:\nDie Kör­per wir­ken extrem ange­spannt, so, als ob sie sich dem immer \nwie­der anfall­ar­tig auf­tre­ten­den, von unsicht­ba­rer elek­tri­scher Ener­gie \naus­ge­lös­ten Glie­der­zu­cken ent­ge­gen­stem­men woll­ten. Noch aber hal­ten \nOber­kör­per und Hüf­ten, wie durch Klam­mern und Schar­nie­re mit­ein­an­der \nver­bun­den, die hybri­den Wesen am Boden, begin­nen die Ver­kopp­lun­gen aus \nOrga­nis­mus und Maschi­ne die Ener­gie­strö­me immer bes­ser zu beherr­schen, \ntrei­ben jetzt raum­grei­fend immer wie­der unter­schied­li­che For­ma­tio­nen \naus, die uns an Struk­tu­ren in Flo­ra und Fau­na, an Stam­mes­tän­ze und Riten\n erin­nern und eine hyp­no­ti­sche Fas­zi­na­ti­on aus­üben, der man sich nicht \nent­zie­hen kann.\nDie Zuschau­er sind in VIS MOTRIX über den Raum, die krei­sen­den Lich­ter, \ndie elek­tri­sie­ren­den Rhyth­men der Musik, die sog­ar­ti­ge Stim­mung des \nGan­zen ein­ge­bun­den, ent­wi­ckeln eine empa­thi­sche Bezie­hung zu die­sen \nMisch­we­sen und ihrer Phantasiewelt.\n\n\n\nWie MOMEN­TUM, das anfäng­lich sei­ne Impul­se aus dem Aus­tausch mit der  nicht-aka­de­mi­schen Bewe­gungs­form Park­our bezog, star­te­te VIS MOTRIX mit  einem Work­shop und anschlie­ßen­der eigen­stän­di­ger Bewe­gungs­re­cher­che zu  den (männ­lich gepräg­ten) Tech­ni­ken von Brea­king und Krum­ping und  modi­fi­ziert und trans­for­miert die­se im Hin­blick auf hybri­de und andro­ide  Ener­gien und Impulse.\n\n\n\nVon und mit: Fa-Hsu­an Chen, Mar­ti­na de Domi­ni­cis, Tan­ja Marin Fri­d­jons­dot­tir, Susan­ne Schnei­derCho­reo­gra­fie, Regie: Rafaë­le Gio­va­nolaMusik: Fran­co Men­toRaum‑, Licht­ge­stal­tung: Gre­gor Glo­gow­skiDra­ma­tur­gie: Rai­nald End­raßManage­ment: Mech­tild Tellmann \n\n\n\nEine Pro­duk­ti­on von CocoonD­ance in Kopro­duk­ti­on mit: \nthea­ter­im­ball­saal, Thé­ât­re du Croche­tan, Mon­they (CH), Malé­voz Quar­tier \nCulturel.\n\n\n\n\n\n\n\nPres­se­stim­men:\n\n\n\nCocoond­ance setzt mit „Vis motrix“ einen weib­li­chen Gegen­ent­wurf zum männ­li­chen Vor­gän­ger­stück „Momen­tum“.\n(…) Für Fa-Hsu­an Chen, Mar­ti­na De Domi­ni­cis, Tan­ja Marin \nFri­d­jons­dot­tir und Susan­ne Schnei­der stellt die eine Drei­vier­tel­stun­de \nandau­ern­de extre­me Kör­per­span­nung, die sie zu hal­ten haben, eine extre­me\n Her­aus­for­de­rung dar. Sie meis­tern sie mit Bra­vour. Sie glei­ten wie \nInsek­ten über den Boden, wen­den sich blitz­ar­tig um 180 Grad, las­sen \nGlied­ma­ße zuckend her­vor­schnel­len und erzeu­gen damit einen Aus­druck, der\n für den Wahr­neh­men­den selt­sam zwi­schen bio­lo­gi­schem Orga­nis­mus und \nMecha­nis­mus chan­giert. Was über­aus fas­zi­nie­rend wirkt. Der Applaus nach \nder begut­ach­te­ten Vor­stel­lung am Sams­tag fiel ent­spre­chend kräf­tig aus. (…)\nBern­hard Hart­mann (Gene­ral­an­zei­ger Bonn 5.3.2018)\n\n\n\nVier Kör­per ganz in schwarz lie­gen lang­ge­streckt auf dem wei­ßen \nBüh­nen­bo­den. Das erin­nert an kal­li­gra­phi­sche Zei­chen des asia­ti­schen \nKul­tur­raums mit einer schwer zu ent­zif­fern­den Bot­schaft. Wird hier die \nBot­schaft die Form oder der Inhalt sein? (…) die­se Kör­per hier \nerschei­nen fremd. Fremd in der Form, fremd in der Bewe­gung, fremd im \nOut­fit. Sie wir­ken wie Wesen aus einer ande­ren Welt. Nicht Mensch, nicht\n Tier, nicht Maschi­ne – und doch von allem etwas: Misch­we­sen, wie sich \nin ihren Bewe­gun­gen zeigt. (…) Es sind vor allem die Tän­ze­rin­nen \nFa-Hsu­an Chen, Mar­ti­na de Domi­ni­cis, Tan­ja Marin Friđ­jóns­dót­tir und \nSusan­ne Schnei­der, die der hybri­den Cho­reo­gra­fie von Rafae­le Gio­va­nola –\n oszil­lie­rend zwi­schen Mensch und Tier – mit ihrer star­ken Prä­senz den \nRücken stärken.\nKlaus Keil (Tanz­Web NRW Köln­Bonn 4.3.2018)\n\n\n\n\n\n\n\nGeför­dert durch: Bun­des­stadt Bonn, Minis­te­ri­um für \nKul­tur und Wis­sen­schaft des Lan­des Nord­rhein- West­fa­len, Thé­âtre­Pro \nValais, Le Con­seil de la Cul­tu­re Etat du Valais, La Lote­rie Romande.\n
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