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SUMMARY:Die Ham­let­ma­schi­ne (von Hei­ner Müller)
DESCRIPTION:\nDer nur neun Sei­ten umfas­sen­de Text ent­stand 1977 im Zusam­men­hang mit der Über­set­zungs­ar­beit an Shake­speares Ham­let und gilt als das “schwär­zes­te Stück” Mül­lers. Es gibt weder Cha­rak­te­re noch Hand­lung, viel­mehr sind fünf höchst unter­schied­li­che Pro­sa­frag­men­te anein­an­der­ge­reiht. Die Ham­let­ma­schi­ne will auf eine roman­tisch-iro­ni­sche Wei­se das Recht auf uto­pi­sche Hoff­nung ret­ten, indem der Text die Unmög­lich­keit von Hoff­nung gestaltet.\n\n\n\nIm Büh­nen­raum tref­fen Lara Piet­jou (zuletzt bei Hof­mann & Lind­holm und Ana­log Thea­ter zu sehen) und Tom­asso Tes­si­to­ri (aus­ge­zeich­ne­te Pro­duk­tio­nen u.a mit Futur3, Arthea­ter, c.t.201, Thea­ter Mara­bu Bonn) auf Blei­skulp­tu­ren von Chris­ti­an Keinstar (Ein­zel­aus­stel­lung 2017 Lehm­bruck Muse­um Duis­burg).Spie­le­risch befra­gen sie die Kraft des Wor­tes im Zeit­al­ter der Bilder.\n\n\n\nSpiel: Lara Piet­jou, Tom­asso Tes­si­to­riBühne/Skulptur: Chris­ti­an KeinstarLicht: Jan Wies­b­rockPro­duk­ti­ons­lei­tung: Tom­asso Tes­si­to­riFoto: Chris­ti­an Keinstar\n\n\n\n\n\n\n\nPres­se­stim­men:\n\n\n\n“Es ist ein irgend­wie bizar­res Erleb­nis, dem sich die Zuschau­er bei der letz­ten Oran­ge­rie-Pre­mie­re der Sai­son aus­set­zen. Kurz vor der Vor­stel­lung steht man noch bei einem Kalt­ge­tränk in der woh­li­gen Abend­hit­ze im Gar­ten; im Saal gibt es her­nach auf die Zwölf: “Herr, brich mir das Genick im Sturz von einer Bier­bank.” Wäre Hei­ner Mül­ler statt Dra­ma­ti­ker und Lyri­ker Boxer gewe­sen, er hät­te einen erbar­mungs­lo­sen Knock-Outer abge­ge­ben. (…) Wohl­fühl­thea­ter geht anders. Es ist nur oft lan­ge nicht so gut.Köl­ni­sche Rund­schau, 21.07.2018\n\n\n\n“Das Publi­kum im aus­ver­kauf­ten Haus saß eine lan­ge Stun­de gebannt und immer stär­ker ange­spannt ob der inten­si­ven Insze­nie­rung, die dann umso aus­gie­bi­ger beju­belt wer­den konn­te. „Wenn Elek­tra mit Flei­scher­mes­sern durch eure Schlaf­zim­mer geht, wer­det Ihr die Wahr­heit wis­sen“; das bleibt nach­hal­tig hän­gen.“choices, 26.07.2018\n\n\n\n“Fins­ter­world: Hei­ner Mül­lers Ham­let­ma­schi­ne leuch­tet im Dun­kel der Köl­ner Oran­ge­rie(…) man konn­te erle­ben, was “atem­lo­se Stil­le” heißt. Gebannt, starr vor Ent­set­zen, stumm vor Kon­zen­tra­ti­on saßen die Zuschau­er im (…) Oran­ge­rie Thea­ter im Volks­gar­ten (…) und hol­ten kein ein­zi­ges Mal Luft. Sie atme­ten nicht, sie räus­per­ten sich nicht, nicht ein­mal das vor allem bei vie­len älte­ren Damen so belieb­te geräusch­vol­le Aus­wi­ckeln eines Bon­bons war zu hören. Was sie sahen, war: Schwarz. Und was sie hör­ten, war: schwär­zer. Auf dem Beset­zungs­zet­tel wird ein Mann genannt, der an die­sem Abend für das Licht zustän­dig ist. Das klingt wie Hohn auf Socken. Doch Jan Wies­b­rock hat gan­ze Arbeit geleis­tet: Schwär­ze ins rech­te Licht zu rücken – das ist die wah­re Kunst. Grell­bun­te Show-Büh­nen kann jeder. (…)Die Sug­ges­tiv­kraft die­ser unge­wöhn­li­chen Auf­füh­rung wächst – nicht alle Zuschau­er hal­ten das aus, aber wer bleibt, erlebt einen der stärks­ten Thea­ter­aben­de, den die Köl­ner Freie Sze­ne seit lan­gem gese­hen hat.“theatermail/ Diet­mar Zim­mer­mann Nov. 2018\n\n\n\n\n\n\n\nUnter­stützt von Kul­tur­amt der Stadt Köln\n\n\n\n\n
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