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SUMMARY:SHIT ISLAND – ein post­ko­lo­nia­ler Südseetraum
DESCRIPTION:\nGewin­ner des Kurt-Hacken­berg-Prei­ses für poli­ti­sches Thea­ter 2018!\n\n\n\nDer kleins­te Natio­nal­staat der Welt heißt Nau­ru: Eine win­zi­ge Süd­see-Insel, deren Ober­flä­che bis vor weni­gen Jahr­zehn­ten meter­dick mit Phos­phat bedeckt war. Die­ser wert­vol­le, aus Vogel­kot ent­stan­de­ne Roh­stoff mach­te die Insel zum Spiel­ball kolo­nia­ler Mäch­te und ver­schaff­te den Nau­ra­nern spä­ter unvor­stell­ba­ren Reich­tum.Wie im Zeit­raf­fer hat die Insel eine Ach­ter­bahn­fahrt durch den west­li­chen Kapi­ta­lis­mus durch­lau­fen: Von einer indi­ge­nen Stam­mes­struk­tur wur­de sie zum deut­schen Kolo­ni­al­ge­biet und schließ­lich die Repu­blik mit dem zweit­höchs­ten Pro-Kopf-Ein­kom­men der Welt.Heu­te ist das Phos­phat abge­baut, die Insel unfrucht­bar, ver­wüs­tet und ver­schul­det, die Bevöl­ke­rung über­ge­wich­tig und krank. Off­shoreban­king und ein aus­tra­li­sches Flücht­lings­camp soll­ten den Bank­rott abwen­den und brach­ten Nau­ru trau­ri­gen Ruhm.\n\n\n\nAnhand eth­no­lo­gi­scher Stu­di­en und Abbil­dun­gen, kolo­nia­ler Berich­te, Süd­see­schla­gern und aktu­el­ler Repor­ta­gen erforscht SHIT ISLAND die Ver­qui­ckung des euro­päi­schen Impe­ria­lis­mus mit unse­rer Sehn­sucht nach Exo­tik. Denn der sen­sa­tio­nel­le Unter­gang des eins­ti­gen „Plea­sant Island“ zer­stört auch unse­re Pro­jek­ti­on einer para­die­si­schen „Hei­len Welt“.SHIT ISLAND will die west­li­che Insze­nie­rung exo­ti­scher Wel­ten mit thea­tra­len Mit­teln sicht­bar machen und fragt zugleich: Wel­che Per­spek­ti­ven gibt es auf NAU­RU für die Zukunft? (Wie) Kann die Insel überleben?\n\n\n\nVon und mit:I. Eichen­ber­ger, S. H. Kraft, L. Schel­ling, A. Erlen (Regie), N. Niku­tow­ski, K. M. Zehe (Künst­le­ri­sche Mit­ar­beit), P. M. Wirth (Raum und Kos­tüm), J. Rit­zen­hoff (Musik), B. Kah­nert (Licht), A. Leo­ni (Pro­jekt­lei­tung)Foto: Mey­er Originals\n\n\n\nEine Pro­duk­ti­on von Futur3 in Koope­ra­ti­on mit der Frei­han­dels­zo­ne – Ensem­blenetz­werk Köln e.V. und Oran­ge­rie Theater\n\n\n\nUnter­stützt von Kul­tur­amt der Stadt Köln, Land NRW\n\n\n\n\n
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